PRESSEMITTEILUNG
Freie Wählergruppe Blankenfelde-Mahlow (FreieWG)
Datum: 22. Januar 2026
Ort: Blankenfelde-Mahlow
Thema: Antrag zur Neuausrichtung der Schullandschaft: Neubau statt Sanierung und Vision eines Schulcampus
Zukunftsbildung statt Flickschusterei: FreieWG fordert modernen Schulneubau und neue Gesamtschule für Blankenfelde-Mahlow
Blankenfelde-Mahlow. Die Fraktion der Freien Wählergruppe (FreieWG) setzt ein deutliches Zeichen für die Bildungspolitik in der Gemeinde. Mit einem erneuten umfassenden Beschlussvorschlag für die kommende Sitzung der Gemeindevertretung am 29. Januar 2026 fordert die Fraktion den Neubau der Wilhelm-Busch-Grundschule sowie die Etablierung einer neuen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.
Abkehr von der Sanierung: Fokus auf integrierten Neubau
Die FreieWG spricht sich entschieden gegen die bisherigen Pläne einer mindestens 6 Jahre dauernden Sanierung des bestehenden Grundschulgebäudes bei laufendem Schulbetrieb (!) aus. „Eine Sanierung würde erhebliche Mittel binden, ohne die strukturellen Defizite bei modernen pädagogischen Konzepten und vor allem das Platzproblem dauerhaft zu lösen“, erklärt Thomas Mottner, Vorsitzender der Fraktion.
Statt einer räumlichen Trennung von Schule und Hort setzt die FreieWG auf ein integriertes „Lernhauskonzept“. Ziel ist es, den ab dem Schuljahr 2026/27 geltenden gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung rechtssicher und organisatorisch aus einem Guss für jedes anspruchsberechtigte Schulkind zu erfüllen. Ein Neubau reduziere durch Mehrfachnutzung von Räumen langfristig Flächen- und Betriebskosten und vermeide riskante Übergangslösungen.
Großer Wurf: Trägerschaft für neue Gesamtschule angestrebt
Über den Grundschulneubau hinaus verfolgt die FreieWG eine weitreichende Vision: die Entwicklung eines gemeinsamen Schulcampus. Um den Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe nachhaltig zu sichern, schlägt die Fraktion vor, dass die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow die Trägerschaft für eine neu einzurichtende Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe übernimmt.
„Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen“, so Mottner weiter. Da der Landkreis Teltow-Fläming finanziell stark belastet ist, soll die Gemeinde – analog zum bereits bestehenden Gymnasium in kommunaler Trägerschaft – als Schulträger einspringen. Dies sei eine notwendige Ausnahme, um die örtliche Bildungsinfrastruktur zu sichern und pädagogische Kontinuität zu gewährleisten. Derzeit findet jedes dritte Schulkind keinen weiterführenden Schulplatz in der Gemeinde; bei der aktuellen Grundschülerzahl und dem zu erwartenden Einwohnerzuwachs wird es bald jedes zweite sein.
Forderungen an den Bürgermeister und den Landkreis
Der Antrag beauftragt den Bürgermeister, umgehend Verhandlungen mit dem Landkreis Teltow-Fläming aufzunehmen. Dabei geht es um:
- Den formellen Antrag auf Einrichtung der Gesamtschule.
- Die Aufnahme des Projekts in das Schulentwicklungskonzept des Landkreises.
- Verhandlungen über eine angemessene finanzielle Beteiligung des Kreises an den Investitions- und Folgekosten.
Die FreieWG sieht in diesem Vorhaben keine „Komfortlösung“, sondern die einzig sachlich und rechtlich folgerichtige Antwort auf steigende Schülerzahlen und veränderte gesetzliche Anforderungen.